Neurologie (Neuromodulation)

Seit der Entwicklung des ersten tragbaren, batteriebetriebenen Herzschrittmachers durch Medtronic in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts haben Ärzte entdeckt, dass sich durch elektrische Impulse die Symptome zahlreicher Erkrankungen lindern lassen. Diese Erkenntnis führte in den 70er Jahren zu Pionierleistungen der Forschungsabteilungen von Medtronic auf dem Gebiet der Neuromodulation. Heute umfasst der Begriff die gezielte Abgabe sowohl von elektrischen Impulsen als auch von Medikamenten an bestimmte Bereiche im Nervensystem.

Medtronic Produkte für die Neuromodulation werden bei diesen Erkrankungen eingesetzt:

  • Bewegungsstörungen wie Morbus Parkinson, essentieller Tremor und Dystonie
  • Chronische Schmerzen
  • Spastik
  • Überaktive Blase und schlaffe Blase (Retention)
  • Stuhlinkontinenz
  • Gutartige Prostatavergrößerung (Benigne Prostatahyperplasie)
  • Magenlähmung (Gastroparese)

Tiefe Hirnstimulation

Aktivia

Activa® RC: Der weltweit erste wiederaufladbare Neurostimulator für die Tiefe Hirnstimulation

Die Tiefe Hirnstimulation ist eine innovative und wirksame Technik, mit der sich die motorische Funktion deutlich verbessern lässt und die Behinderung bei Patienten, die unter den einschränkenden Folgen von Parkinson-Krankheit, Essentiellem Tremor oder Dystonie leiden, verringern lässt. Bei diesen Therapien wird ein implantiertes Neurostimulationssystem zur Stimulation bestimmter Areale im Gehirn genutzt, um die mit diesen Bewegungsstörungen einhergehenden Symptome zu verringern. Nach dem Einsetzen des Implantats kann die Stimulation nicht-invasiv an den individuellen Patientenbedarf angepasst werden.

Neuromodulation bei chronischen Schmerzen

RestorSensor

Wiederaufladbarer Neurostimulator RestoreSensor für die Therapie chronischer Schmerzen

Neurostimulation und intrathekale Arzneimittelinfusion können effektive Möglichkeiten für Patienten mit chronischen Schmerzen sein, bei denen ihre derzeitige Schmerztherapie keine ausreichende Linderung erzielt oder unangenehme Nebenwirkungen verursacht.
Bei der Neurostimulation geben Elektroden elektrische Impulse an das Rückenmark oder direkt an den betroffenen Nerv ab. Die Schmerzen werden so durch ein angenehmes Kribbelgefühl überlagert. Bei der intrathekalen Arzneimittelinfusion wird über eine Medikamentenpumpe ein schmerzlinderndes Medikament in geringen, genau einstellbaren Dosierungen in den Flüssigkeitsraum um das Rückenmark abgegeben.
Beide Verfahren können nach der Implantation nicht-invasiv genau auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt werden. Weltweit wurden bereits bei über 250.000 Patienten Medtronic Stimulatoren zur Schmerzlinderung eingesetzt.

Von Medtronic erhobene Daten.

Spastik

Synchromed

Medikamentenpumpe SynchroMed® II für die ITB- und Schmerztherapie

Bei der ITB-Therapie (Intrathekale Baclofentherapie) wird ein injizierbares, flüssiges Arzneimittel in geringen, genau kontrollierten Dosierungen direkt in den Intrathekalraum injiziert, und zwar mit Hilfe einer Pumpe und eines Katheters, der operativ unmittelbar unter die Haut in den Körper eingeführt wird. So lässt sich eine nicht therapierbare, schwere, nicht fokale Spastik bei Patienten mit zerebraler Lähmung, multipler Sklerose, traumatischer Hirnschädigung, Wirbelsäulenverletzung und Schlaganfall lindern.

Neurostimulation zur Blasen- und Darmkontrolle

Interstime

InterStim® II-Schrittmacher für die Behandlung von Blasen- und Darmfunktionsstörungen

Mit einem implantierten Schrittmacher (Beckenbodenschrittmacher, Blasenschrittmacher oder Darmschrittmacher genannt), der leichte Impulse an Nerven im unteren Rückenbereich abgibt, lassen sich verschiedene Funktionsstörungen des Beckenbodens behandeln. Dazu gehören die überaktive Blase (mit oder ohne Dranginkontinenz), die schlaffe Blase (mit hohen Restharnmengen) und Stuhlinkontinenz.
Durch die ständige Suche nach einer Toilette kann der Leidensdruck für Menschen mit diesen Erkrankungen erheblich sein. Fehlende Mobilität (die Patienten trauen sich kaum noch aus dem Haus), Depressionen und soziale Isolation führen oft zu einer weiteren Verschlechterung des Gesundheitsszustandes.
Seit mehr als zehn Jahren trägt die Interstim-Therapie dazu bei, Patienten die verloren geglaubte Lebensqualität wiederzugeben.
 

Magenstimulation (elektrische Gastrostimulation) bei Magenlähmung (Gastroparese)

Der Enterra™-Neurostimulator hat ungefähr die Abmessungen einer Taschenuhr und wird bei Patienten eingesetzt, bei denen eine herkömmliche medikamentöse Behandlung nicht zum Ziel führt. Der Schrittmacher gibt Impulse an den unteren Abschnitt des Magens ab. So kann eine Linderung der durch die Magenlähmung verursachten Symptome (chronische Übelkeit, Erbrechen) erreicht werden.
Chronische Übelkeit und Erbrechen, die häufigsten Symptome der Magenlähmung, können das Leben zur Qual machen.

Therapie der gutartigen Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie - BPH)

Für die Behandlung einer gutartigen Prostatavergrösserung steht mit der Radiofrequenz (RF)-Therapie eine minimalinvasive Therapieoption für Männer im Alter von über 50 Jahren zur Verfügung. Die RF-Therapie ist eine effektive, sichere und schnelle Behandlungsform, die mit nur wenigen Nebenwirkungen einhergeht. Die Harnröhre bleibt bei diesem Eingriff vollständig erhalten.

 

Letzte Aktualisierung: 7 Jun 2011

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